17. November 2017



Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AOK Rheinland/Hamburg


Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die AOK Rheinland/Hamburg wegen des Verdachts auf Betrug zu Lasten des Gesundheitsfonds. Die Staatsanwaltschaft habe bei Durchsuchungen der Geschäftsräume in Hamburg und Düsseldorf 86 Kartons mit Beweismitteln sichergestellt, bestätigte die Sprecherin der Hamburger Anklagebehörde, Nana Frombach.

ei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geht es darum, ob Ärzte von der Krankenversicherung angehalten wurden, nachträglich ihre Diagnosen zu korrigieren. Aus dem Gesundheitsfonds fließen den Kassen über den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich Mittel zu: Je kränker ein Patient, desto mehr Geld. "Es soll zunehmende Bestrebungen der Krankenkassen gegeben haben, möglichst viele Morbi-RSA-Diagnosen vorweisen zu können, um an die entsprechenden Gelder zu gelangen", sagte Frombach der "Rheinischen Post". Es gehe um mögliche betrugsrelevante Täuschungshandlungen durch AOK-Verantwortliche.


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