04. Dezember 2017



Apotheken schließen vor allem im Nordwesten Niedersachsens


Die Zahl der Apotheken ist in Niedersachsen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Heute gibt es noch 1942 Apotheken, acht Prozent weniger als 2009. Vor allem im Nordwesten des Landes finden selbstständige Apothekeninhaber häufig keinen Nachfolger.

Wegen der größeren Entfernungen zwischen den einzelnen Apotheken müssen dazu die Inhaber von Apotheken in Ostfriesland oder im Emsland besonders viele und lange Botendienste organisieren. "Bisher versorgen die Apotheken die Patienten ohne zusätzliche Kosten zu Hause und bringen die Medikamente bis ans Krankenbett", betonte Magdalena Linz, die Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen. Einige Apotheken haben mehrere Kurierfahrzeuge, die teilweise bis zu 50 000 Kilometer und mehr jährlich zurücklegen müßten, um die PAtienten vor Ort zu versorgen.

Außerdem müssen Apotheker im Nordwesten erheblich mehr Notdienste anbieten, auf den meisten Inseln in der Nordsee sogar rund um die Uhr das komplette Jahr. Dies ist laut Apothekerverband nur zu leisten, wenn der Apotheker gleich über der Apotheke wohnt. Die Apothekenbetriebsordnung gibt vor, dass man im Notdienst binnen zehn Minuten seine Apotheke erreichen können muß.


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